Bank Betrug in den USA
10. März 2006 | Allgemein
US-Banken steht ein großer Betrugsskandal bevor, den sie nicht so schnell abwenden können. Es handelt sich dabei um eine Sicherheitslücke, die Crackern ermöglicht an PINs sowie den dazugehörigen Karteninformationen von Kunden zu kommen.
Informationen erhält man derzeit von den Banken nur spärlich, jedoch wurde von verschiedenen Banken Sicherheitsprobleme eingeräumt.
Das Hauptproblem ist, dass die Sicherheitslücke nicht auf der Seite der Bank liegt!
Sicherheitsexpertin Avivah Litan geht davon aus, dass es sich bei den Betrugsfällen um ein PIN-Block-Muster handelt. Die Betrüger haben sich dabei zunutze gemacht, dass viele Händler die Kartendaten ihrer Kunden, nachdem sie ins Lesegerät eingegeben wurden, nicht sicher genug speichern. Die Cracker haben sich einfach Zugriff zu den Händlerservern verschafft, die Karteninformationen zusammen mit den PINs, den Terminal Keys sowie andere Informationen die sich am Magnetstreifen der Bankkarten befindet kopiert und konnten sich so eigene Karten anfertigen.
Nach dieser Aktion ist es ein leichtes an das Geld heran zu kommen. Man muss nur bewaffnet mit dem PIN und der selbst gebastelten Bankkarte zu einem Geldautomat gehen und Geld abheben. Wenn man das mitten in der Nacht macht kann man sich auch vermummen um den Kammeras kein Bild zu liefern und erspart sich so die sonst übliche und lästige Prozedur:
Normalerweise muss man mit gestohlenen Karten zuerst Wahren kaufen um diese dann irgendwo wieder zu Geld zu machen.
Derzeit werden PIN-Basierende Transaktionen in den Ländern Canada, Großbritannien und Russland unterbunden und schon seit Wochen die Bankkarten der betroffenen Kunden ausgetauscht.
