Gewohnte Herangehensweisen und soziale Normen hatten in den letzten 3,14 Tagen keinen Platz bei uns.

Deutsche im gleichen Bus? Fragen wir sie doch einfach mal nach einer deutschen BahnCard.
Eine Rechnung über 13,37€? Lasst die Supermarktangestellten unruhig werden – einer dieser Käse hat sicher ein Preispickerl über den fehlenden Betrag von 2,02€ auf der Rückseite.
Mit Dirndl und 10cm Absätzen herum spazieren? Warum nicht?
Bei schlechtem Wetter mit Badehose in den Springbrunnen hüpfen? Machen wir nebenbei.

Wer bei der hunTU gewinnen will, muss schnell sein. Bei der Schnitzeljagd gilt es so viele Objekte und Aufgaben in 3,14 Tagen wie möglich zu erledigen.

Die Aufgaben reichten von „Ein Foto von vier Personen, die einander gegenseitig mit dem Handy fotografieren. [5 Punkte]“ (gähn) über „Den amtierenden Bürgermeister einer österreichischen Gemeinde oder Stadt. [70 Punkte]“ bis hin zu „Die „New York Times“ vom 12. September 2001. [99 Punkte]“.

Am schwierigsten stellte sich das Organisieren von ausländischen Delikatessen über’s Wochenende heraus. „Bremer Babbeler“ und „Bärner Müntschi“ sind selbst in den Heimatländern nicht ohne weiteres aufzutreiben.

Der Samstag wurde nicht nur in unserem Team zum Basteltag erklärt. Kugelbahnen wurden gebaut, Kokosnüsse in mühevoller Handarbeit stundenlang von ihrer Schale befreit, Gerichte von Seite 42 aus Kochbuchbüchern gekocht, und Kartoffelkanonen gebastelt.

Gegen Ende der Schnitzeljagd wurde es noch einmal hektisch und da wir unser Lager vor der offiziellen Abgabestelle aufgebaut hatten, versuchten zahlreiche Teams bei uns ihre Objekte abzugeben. Irgendwann stellten wir ein Schild auf um nicht ständig unterbrochen zu werden.

Zwei Minuten vor dem offiziellen Abgabeschluss kam noch unser iPhone mit kaputtem Display auf der Uni an, dann konnten wir endlich durchatmen.

Jetzt gab es nur noch zwei Aufgaben zu erfüllen: Der Siegerehrung beiwohnen und dann ab zur Abschlussveranstaltung.

Wenn ich eines von der hunTU gelernt habe, dann dass unmöglich erscheinende Aufgaben durchaus lösbar sind, wenn man nur genug Menschen um Rat bittet.

Was ich allerdings noch immer nicht herausgefunden habe: Ist es nun illegal „Tausenjährige Eier“ in Österreich zu kaufen, wie man mir am Naschmarkt erklärt hat, oder gibt es einen anderen Grund, dass man mir diese Delikatessen aus China nicht verkaufen wollte?

Veröffentlicht unter Fun.Getaggt mit .

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