Warum der neue Digg Algorithmus besser funktioniert
8. September 2006 | Internet
Viele Webmaster mit englischsprachigen Webseiten haben einen Traum: Möglichst oft auf der ersten Seite von Digg.com zu stehen. Doch dazu braucht man guten Content und man muss möglichst viele Leute kennen um die eingestellte Story mit ein paar Votes zu versehen. Ist die gediggte Story wirklich gut, und hat man andere Faktoren, wie zum Beispiel das Schreiben einer guten Überschrift, bedacht kann man sich mit ein bisschen Glück über einen Besucheransturm freuen.
Doch wenn man sich das System einmal genauer ansieht kann man erkennen, dass hier Potential zum Missbrauch des Services besteht: Wenn man einen großen “Freundeskreis” hat, der nahezu alle Stories untereinander diggt, finden sich schnell Stories mit guten Bewertungen aber schlechten Inhalten auf den Top-Positionen.
Doch genau dieses Verhalten wollen die Webmaster von Digg.com nun ändern: Nach dem Update sollen solche Gruppen erkannt werden und bei den Bewertungen berücksichtigt werden. Die Berücksichtigung zeigt sich in der Anzahl der Diggs die für die Reihung benötigt wird. Diggs aus der Gruppe sind weniger wert, als Diggs von verschiedenen, unabhängigen, Leuten.
Durch diese Maßnahme sollen vermehrt Stories auf der Frontpage auftauchen, die möglichst Objektiv von verschiedenen Nutzern bewertet wurden.
Der Nachteil der ganzen Sache: Blogs, die eine treue Leserschar haben, können nun nicht mehr so schnell auf die vorderen Plätze wandern, was die Freude über die Digg-API schmälern wird. Mit der war es nämlich seit einiger Zeit möglich den Digg-Button direkt in ein Blog zu integrieren.
Zukünftig darf sich also der fleißige Digg-Leser über mehr Objektivität bei den Story-Bewertungen freuen. Webmaster mit Nieschen als Zielgruppe werden durch das Update aber vermutlich weniger oft das Licht der Frontpage erblicken.
Wird Digg jetzt noch Mainstream tauglicher?
